Frankfurt am Main, 22. Juni 2026

Starke Signale für die Zukunft der Kunststoffindustrie

Klimaneutralität erreichen, Wettbewerbsfähigkeit sichern und die Fachkräfte von morgen fördern: Beim diesjährigen pro-K Branchendialog diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Verbänden und Medien über die Zukunft des Industriestandorts Deutschland und die Herausforderungen der industriellen Transformation. Im Anschluss wurden mit dem Günter-Schwank-Preis die zehn besten Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsberufs Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-technologin in Deutschland ausgezeichnet.

Den Auftakt bildete eine Keynote des FAZ-Wirtschaftsredakteurs und Sachbuchautors Philipp Krohn. Im Fokus standen die Spannungsfelder zwischen ambitionierten EU-Klima- und Nachhaltigkeitszielen, hohen Energiepreisen und dem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Dr. Christine Bunte (Plastics Europe Deutschland), Dr. Oliver Möllenstädt (Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie), Tom Ohlendorf (WWF Deutschland) und Philipp Krohn unter der Moderation von Christian Preiser (Chefredakteur Kunststoff Information) wurden zentrale industrie- und klimapolitische Fragestellungen kritisch beleuchtet.
Einigkeit bestand darüber, dass Klima- und Umweltschutz in Europa keine Option, sondern eine zwingende Notwendigkeit sind. Gleichzeitig wurde betont, dass die hierfür erforderliche EU-Regulierung nur dann wirksam sein kann, wenn sie gemeinsam mit der Industrie entwickelt wird. Die Unternehmen müssten auf europäischer Ebene frühzeitig in regulatorische Prozesse eingebunden werden, um praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu ermöglichen.
Die Diskussion machte deutlich, dass die Kunststoffindustrie bereit und bereits auf dem Weg ist, ihren Beitrag zu Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft zu leisten. Voraussetzung hierfür sind jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Innovationen fördern und bestärken sowie mehr Investitionen in die Transformation der Industrie hin zu schadstoffärmeren Produkten und Prozessen frei machen.

Auszeichnung der besten Nachwuchskräfte der Branche
Im Anschluss an den Branchendialog wurden die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger des 26. Günter-Schwank-Preises ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) gemeinsam mit seinen fünf Trägerverbänden die zehn besten Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsberufs Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-technologin in Deutschland. Der Preis erinnert an den langjährigen GKV-Präsidenten Günter Schwank und steht für das Engagement der Kunststoff verarbeitenden Industrie bei der Förderung von Fach- und Nachwuchskräften.
Mit dem Günter-Schwank-Preis 2026 ausgezeichnet: Max Baumtrog (Pöppelmann GmbH & Co. KG Kunststoffwerk-Werkzeugbau), Tobias Cifersons (Polyvantis GmbH), Christopher Daldrup (Georg Utz GmbH), Nils Götzel (FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG), Matthew Hander (BWF Kunststoffe GmbH & Co. KG), Arne Hilge (Pöppelmann GmbH & Co. KG Kunststoffwerk-Werkzeugbau), Monique Horn (RESRG Automotive SE & Co. KG), Nicole Makowe (ALPLA - Werke Lehner GmbH & Co KG), Benedikt Saatze (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.) und Noel Woitek (Geberit Produktions GmbH).

 

Bild: Preisträgerinnen und Preisträger und Stifter des Günter-Schwank-Preises 2026 (Bildquelle: pro-K)

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 68,2 Mrd. € und 307.221 Beschäftigten in 2.906 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

Pressekontakt

Ansprechpartner:
Dr. Patrick Kohlas
Referent Kommunikation
pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e.V.
Mainzer Landstraße 55 I 60329 Frankfurt am Main
Mail: patrick.kohlas@pro-kunststoff.de
Telefon: +49 (0)69 4089 555 46
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