Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) lehnt den heute vom Bundesfinanzministerium im Rahmen seiner Eckwerte zum Bundeshaushalt 2027 und der Finanzplanung des Bundes bis 2030 veröffentlichten Vorschlag für eine Plastikabgabe zum Schließen von Löchern im Bundeshaushalt klar ab.
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Ein breites, branchenübergreifendes Bündnis aus Chemie-, Kunststoff- und Recyclingindustrie richtet sich mit einem offenen Brief an die Bundesregierung. Dabei spricht es sich nachdrücklich für einen entschlossenen „Transformationsbooster“ für die Kreislaufwirtschaft aus.
Die Kunststoff verarbeitenden Unternehmen in Deutschland sind einer massiven Welle von Preiserhöhungen durch ihre Rohstofflieferanten ausgesetzt und können die gestiegenen Kosten nur teilweise weitergeben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Blitzumfrage des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) unter den Mitgliedsunternehmen seiner Trägerverbände zu den Auswirkungen der aktuellen Krise im Nahen Osten auf die Rohstoffversorgung.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen bei den Rohölpreisen sieht der GKV keinen Spielraum für drastische Preissteigerungen durch Kunststoff-Hersteller für Neuware. Der Verband verweist darauf, dass bestehende Verträge einzuhalten sind und die Anforderungen an „höhere Gewalt“ rechtlich eng gefasst sind.
Die Umsätze der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland gingen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 1,8 Prozent zurück. Der Branchenverband GKV rief Bundesregierung und Europäische Kommission zu tiefgreifenden Wirtschaftsreformen und Bürokratieabbau auf.