Berlin, 3. Juni 2026
GKV begrüßt NKWS-Aktionsprogramm und setzt auf Ansparphase für Rezyklate
Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) begrüßt die heutige Verabschiedung des Aktionsprogramms zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) durch das Bundeskabinett.
Die Bundesregierung macht mit der Verabschiedung des Aktionsprogramms zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie den Weg frei für weitere Aktivitäten zur Umsetzung der Ziele der NKWS. Das Aktionsprogramm enthält mit dem Konzept der Ansparphase zur PPWR einen guten Vorschlag, um den Rezyklateinsatz bereits vor dem Inkrafttreten der neuen Mindestrezyklateinsatzquoten der PPWR und der End-of-Life Vehicles Regulation (ELV) signifikant zu steigern und das Kunststoffrecycling wirtschaftlich abzusichern. Im Rahmen der NKWS-Plattform erhalten Stakeholder die Möglichkeit, an der Verwirklichung der NKWS-Ziele mitzuarbeiten. Die Bundesregierung kündigt mit dem Aktionsprogramm u.a. an, in den nächsten Jahren rund 260 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms „Zukunft Kreislaufwirtschaft“ im Rahmen des Klima- und Transformationsfonds (KTF) für Investitionen und Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft bereitzustellen.
Das NKWS-Aktionsprogramm adressiert explizit Konzepte zur Stärkung des Anteils von Kunststoffrezyklaten in Verpackungen im Rahmen der EU-Verpackungsverordnung PPWR und des künftigen Verpackungs-Durchführungsgesetzes (VerpackDG). Zudem bekennt sich die Bundesregierung zur internationalen Zusammenarbeit zur Verminderung des Eintrags von Kunststoffabfällen in Umwelt und Meere und will weiterhin Absatzmärkte für deutsche Reyclingtechnologie im Rahmen der PREVENT Waste Alliance unterstützen, an der der GKV beteiligt ist.
„Wir begrüßen, dass das Bundeskabinett das Aktionsprogramm zur NKWS nach mehreren Monaten der Abstimmung zwischen den beteiligten Ressorts heute verabschiedet hat. Das Aktionsprogramm gibt politische Orientierung. Zudem können Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in der Transformation zu zirkulären Geschäftsmodellen von zusätzlichen Fördermitteln für Innovationen und Investitionen profitieren.“, sagte Dr. Oliver Möllenstädt, GKV-Hauptgeschäftsführer.
Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 68,2 Mrd. € und 307.221 Beschäftigten in 2.906 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.
Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.
Ansprechpartner:
Sylvia Maria Zerling
Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V.
Tel.: +49 (0) 30 3971 2230
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