• Mal hoch, mal runter, selten stabil: Notierungen entwickeln sich uneinheitlich
  • Unsicherheit bestimmt den Markt
  • Trendumkehr im Februar?

Die Notierungen für technische Thermoplaste entwickelten sich im Januar uneinheitlich: So schmierte Polycarbonat ab. Den Erzeugern gelang es noch nicht einmal, den höheren Benzolkontrakt weiterzugeben. Entsprechende Vorhaben wurden zumeist schlichtweg ignoriert, weil die Nachfrage zu schwach war. Die Preise für Polyamide wiederum stiegen – nur leicht zwar, aber immerhin. Auch PBT und POM scheinen sich auf ihrem Niveau stabilisiert zu haben. PMMA musste hingegen Einbußen hinnehmen: Gute Materialverfügbarkeit und ein schwacher Bedarf drückten auf den Preis.

Das Bemerkenswerte an diesem Auf und Ab der Notierungen: Alle Bewegungen erfolgten aus demselben Grund – Unsicherheit. Nach wie vor wagt sich keiner der Marktteilnehmer an Prognosen, wie es weitergeht und wann die Konjunktur endlich anspringt. Die Zögerlichkeit und Zauderei der Unternehmen zeigen beispielhaft, wie es derzeit um die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bestellt ist.

Ein weiteres Indiz ist das Fehlen fast jeglicher Lagerauffülltendenzen. Jahrzehntelang war der Januar der Monat, in dem sich die Verarbeiter Material in die Regale legten, um für den Ansturm der Saisonalität gewappnet zu sein. In diesem Jahr: Fehlanzeige. Wenn die Verarbeiter, die es sich leisten können, Material kaufen, dann auf dem Spotmarkt. Die Bedeutung der Kontrakte nimmt ab und ab und ab ...

Für den Februar haben die Erzeuger bereits Erhöhungsforderungen am Markt platziert. Die Aussicht auf vollständige Umsetzung ist aber gering, da die Nachfrage nach wie vor zu wünschen übrig lässt. Trotzdem dürfte allmählich eine Trendumkehr greifen.

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