- Die Macht des Verkäufermarkts treibt die Notierungen
- Verarbeitern droht das Geld auszugehen
- Mai wird wieder schwierig
Die Macht des Verkäufermarkts konnte die Notierungen trotz schwacher Nachfrage deutlich nach oben ziehen. Bei PMMA erreichten manche Aufschlagswünsche sogar vierstellige Höhen. Trotz geringer Importmengen und einer insgesamt nur gedrosselt laufenden europäischen Produktion konnten die Kontrakte bedient werden – wenn auch bisweilen leicht verspätet und nur am unteren Ende der vereinbarten Volumenrange.
Für Mengensicherungen in größerem Stil reichte das Material nicht aus. Hinzu kam: Etliche Verarbeiter sahen sich angesichts einer mittlerweile prekären Finanzlage zu einem Wechsel in ihrer Einkaufsstrategie gezwungen. Infolgedessen kauften sie nur auf Sicht und das Nötigste sowie extrem preisbewusst. Bei vielen, gerade kleineren Verarbeitern ist der Kreditrahmen weitestgehend ausgeschöpft. Sie können Preiserhöhungen kaum noch mitgehen – und die Mengen, die sie eigentlich brauchen, nicht mehr finanzieren. Das Damoklesschwert der Liquiditätsnot hängt dräuend über ihnen.
Besserung ist nicht in Sicht. Auch im Mai werden Erzeuger wieder, zum Teil üppige, Preiserhöhungen durchsetzen können. Wie hoch das Plus ausfallen wird, hängt insbesondere von den Anlieferungen der Importe ab. Und wie schon im April werden die Verarbeiter wieder nur dann kaufen, wenn sie das Material wirklich brauchen – und teilweise auch nur dann, wenn Kunden höhere Preise akzeptieren.
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