Umwelt

Kunststoffprodukte leisten durch ihr geringes Gewicht sowie ihre vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung.

Immer weniger Kunststoffe werden gebraucht, um die gleichen oder anspruchsvollere Ziele zu verwirklichen. So sind z. B. Verpackungen etwa 28 % leichter als vor 10 Jahren.

Technische Kunststoffteile für die Automobilindustrie tragen zur Reduzierung des Benzinverbrauchs bei. 100 kg Kunststoffe ersetzen schätzungsweise 200-300 kg herkömmlicher Werkstoffe - dies entspricht einer Drosselung des Benzinverbrauchs von 750 Litern auf 150.000 km.

Die kunststoffverarbeitende Industrie steht zum Prinzip der Produktverantwortung. Danach sind Erzeugnisse so zu konzipieren, dass Abfälle schon in der Produktion vermieden oder vermindert werden und auch die umweltverträgliche Verwertung nach dem Gebrauch des Produktes sichergestellt ist. Kunststoffe können auf drei unterschiedlichen Wegen verwertet werden:

  • Werkstoffliches Recycling
    Beim werkstofflichen Verwertung werden gebrauchte Kunststoffe mechanisch aufbereitet. Ihre chemische Struktur bleibt dabei unverändert, vielmehr werden die Altteile geschreddert, gereinigt und nach unterschliedlichen Kunststoffsorten getrennt. Werkstoff-Recycling ist immer dann sinnvoll, wenn gebrauchte Kunststoffe sortenrein erfasst werden können. Das neu gewonnene Material (Rezyklat) kann als Rohstoff für verschiedene Anwendungen dienen und ersetzt neu produzierte Granulate.
  • Rohstoffliche Verwertung
    Bei der rohstofflichen Verwertung werden Polymerketten durch die Einwirkung von Wärme aufgespalten. Hierdurch entstehen Monomere oder Öle und Gase, die für die Produktion neuer Kunststoffe, aber auch für weitere Zwecke genutzt werden können. Diese Art der Verwertung ist sowohl für vermischte als auch für verschmutzte Kunststoffsammlungen geeignet.
  • Energetische Verwertung
    Bei der energetischen Verwertung von Kunststoffen wird die in diesen enthaltene Energie durch Verbrennung zurückgewonnen. Gleichzeitig wird die entstandene Energie zur Herstellung von Strom, Dampf oder Prozesswärme genutzt. Die energetische Verwertung empfiehlt sich ebenfalls bei vermischten oder verschmutzten Kunststofffraktionen.

Die kunststoffverarbeitende Industrie setzt sich für einen Verwertungsmix aus diesen Optionen ein. Nur so kann eine maximale Ökoeffizienz erzielt werden, d. h. eine optimale Ressourcenschonung bei adäquaten volkwirtschaftlichen Kosten.

Weitere Informationen zur Kunststoffverwertung finden Sie unter

BKV GmbH - Kompetenzplattform der Kunststoffindustrie zur Kunststoffverwertung und Ressourceneffizienz

Fachgruppe Compoundierer und Recycler in TecPart e. V. - Trägerverband des GKV