• Technische Thermoplaste Juli 2017:
  • Nachlassende Nachfrage dämpft den Anhebungsdruck weitgehend
  • Rollover dominieren das Bild
  • Ausnahme: PMMA rauscht aufwärts
  • Sommerloch prägt sich im August aus

Die sich saisonal recht deutlich abschwächende Nachfrage hat den länger herrschenden Auftriebsdruck für technische Thermoplaste in Europa im Juli 2017 spürbar entspannt. Die traditionellen technischen Werkstoffe lagen weit überwiegend im Rollover. Gewichtige Ausnahme blieb PMMA, wo die anhaltend extrem engen Flaschenhälse der Monomerproduktion jetzt für kräftige Anhebungen sorgten. Die commoditynahen Werkstoffe in den Sektoren ABS und PP-Compounds folgten derweil ihren jeweiligen Vorprodukten nach unten. Beim ABS machte sich dabei besonders der tiefe Absturz des Butadien bemerkbar.

Die Anbieter bemühten sich, das Angebot an den sommerlichen Bedarf anzupassen, dennoch verbesserte sich in etlichen Segmenten die Verfügbarkeit tendenziell. Was unter anderem auch daran lag, dass die Urlaubssaison in diesem Jahr aus dem Norden kommend recht spürbar einsetzte. Anders als in den Vorjahren ging vor allem die Automobilfertigung schnell und umfangreich in den Ferienmodus über.

Das Sommerloch scheint sich also in diesem Jahr einmal wieder ausgeprägter auszubreiten. Insofern dürfte es auch im August überwiegend bei Rollover bleiben. Bei PA 6 und POM könnte es sogar zu Abschlägen kommen. PA 6.6 tut sich schwer, zwischen gestiegenen Kosten in der Kette, der Nachfrage-Baisse und Senkungsdruck beim Geschwister PA 6 zurechtzukommen. Auch beim PBT wird es für die Anbieter schwer, gestiegene BDO-Kosten angemessen einzupreisen. Das in einer Sondersituation steckende PMMA dagegen wird vermutlich weiter kräftig zulegen.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € und 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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