• Preise bleiben meist stabil
  • POM sackt ab
  • Untergründiges Rumoren bei den Kosten für Polyamide und PMMA
  • Ferienmonat August noch gedämpft
  • Intensivere Debatten im Herbst

Bei den klassischen technischen Thermoplasten blieb es im Juli 2016 in den europäischen Märkten preislich überwiegend ruhig. Einzig die Naturqualitäten von POM gaben wegen teils erbitterter Kämpfe mit einfachen Importwaren etwas nach. Alle anderen Sorten blieben dagegen ruhig. Auch die commoditynahen PP Compounds zeigten sich weitgehend stabil. ABS dagegen sackte wegen des Abrutschens des Styrol-Referenz spürbar nach unten.

Die oberflächliche Ruhe bei den Werkstoffen sollte aber nicht über untergründige Bewegungen in den jeweiligen Strecken hinwegtäuschen. PC beispielsweise konnte letztlich nur durch verstärkte Exportaktivitäten der Anbieter stabil gehalten werden. Die Marktlage ist hier eher schwächer zu deuten. Polyamide dagegen kämpfen zwar ebenfalls mit ruhiger Nachfrage, jedoch drohen hier die Vorproduktstrecken zu revoltieren. Caprolactam drückt die PA 6 Basispolymere in Aufwärtsrichtung, beim PA 6.6 verengten sich HMDA und ADN sowohl in Europa als auch in den USA. Auch beim PMMA traten Einschränkungen in der Vorproduktstrecke auf den Plan. Und vor allem beim PBT halten derweil die Diskussionen über die Flammschutzmittel an.

Es ist nicht zu verkennen, dass viele grundlegende Bedingungen auf einen Aufwärtstrend in den nächsten Wochen und Monaten bei vielen technischen Thermoplasten deuten. Andererseits wird es im August wegen der gedämpften Feriennachfrage wohl noch überwiegend ruhig bleiben. Zudem tendiert Öl derzeit eindeutig abwärts, was den Argumentationen der Anbieter den Boden unter den Füßen wegziehen könnte. PP Compounds und ABS stehen mit ihrer Nähe zu den Commodity-Verwandten ohnehin weiter unter Abwärtsdruck.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € und 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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