• Preisverfall setzt sich noch einmal fort
  • Quartalsvorgaben jetzt in den Monatsgeschäften eingepreist
  • Trendwende in Sicht
  • Steigende Vorprodukte setzen Festigungsimpulse

Die Preiserosion im europäischen Markt für technische Thermoplaste ging auch im März 2016 bei den „klassischen" Werkstoffen weiter. Bei den monatlichen Geschäften wurden in der Regel nochmals leichte Zugeständnisse gemacht, so dass die Vorgaben der Quartalsvereinbarungen in vielen Fällen am Ende der drei Monate auch von den kleineren Abnahmen in den Distributionsgeschäften erreicht werden. Ausgenommen blieb PMMA, das auf gleicher Höhe wie im Februar fortgeschrieben wurde. Derweil stabilisierten sich die Preise für PP-Compounds, ebenso erwartungsgemäß wie die ABS-Notierungen wegen der stark gestiegenen SM-Referenz nach oben zogen.

Bei den Polyamiden gab es weiterhin eine Überversorgung des Marktes, mit Abstrichen auch bei PBT und POM. Insgesamt zeigten sich aber bereits erste Anzeichen für bessere Balancen, die einschränkenden Maßnahmen etlicher Hersteller begannen Wirkung zu entfalten. Das war dann aber meist erst gegen Ostern am Ende des Monats der Fall, als auch die Nachfrage wie zu erwarten zurückging und somit keine Engpässe entstanden. Bei PC war die Marktlage bereits deutlich balancierter. Beim PMMA herrschte ohnehin ein austariertes Bild.

Im April werden sich die Preise zumindest stabilisieren, teils auch die Trendwende nach oben schaffen. Hintergrund sind die steigenden Kosten aus den anziehenden Notierungen in den Öl- und Petrochemiestrecken. So werden sowohl ABS als auch PP-Compounds wegen der engen Bindungen an die Vorprodukte SM respektive Propylen sicher zulegen. Etwas vermittelter könnte der Benzol-Drive auch beim PC bemerkbar machen, erste Anhebungen scheinen hier denkbar. Bei den Polyamiden und PBT könnte es zumindest zu einer Stabilisierung reichen, was ein erster Teilerfolg für die Anbieter wäre. Beim POM steht die Stabilisierung noch etwas unsicher. Das PMMA dagegen wird wahrscheinlich weiter seitwärts rollen, damit scheinen alle Beteiligten derzeit zufrieden.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € und 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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