Berlin / Frankfurt am Main, 4. Juni 2018

Auszubildende dringend gesucht

Die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich für die Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie von Jahr zu Jahr immer schwieriger. Die Zahl der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge für den wichtigsten technischen Ausbildungsberuf in der Kunststoff verarbeitenden Industrie, den Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, ging abermals zurück.

In 2017 konnten 2.372 neue Ausbildungsverträge zum Verfahrens-mechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik abgeschlossen werden. Das waren knapp zwei Prozent weniger als 2016. Derzeit bildet die Kunststoff verarbeitende Industrie in dem dreijährigen Ausbildungsberuf 6.556 junge Menschen aus. Aufgrund der guten Konjunkturlage und dem sich abzeichnenden demografischen Wandel ist die Kunststoffindustrie dringend auf zusätzlichen Fachkräftenachwuchs angewiesen.

„Die Branche stellt gut doppelt so viele Ausbildungsplätze zur Verfügung wie derzeit mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden können“ erklärt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. und im GKV zuständig für den Bereich Bildungspolitik und Berufsbildung.

Die aktuellen Ursachen werden an drei Punkten festgemacht: Als klassischer technischer Beruf wird er häufig nur von jungen Männern wahrgenommen. Zudem ist sein Bekanntheitsgrad trotz hervorragender Perspektiven sehr gering und immer mehr Schulabgänger entscheiden sich nach dem Schulabschluss für ein Studium.

Olsen unterstreicht die Forderung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände nach mehr Information zur Berufsausbildung in den allgemeinbildenden Schulen. Zudem muss das Dogma der nur Männer- und Frauenberufe weiter aufgebrochen werden. Technische Berufe wie der Verfahrensmechaniker sind auch für Frauen sehr gut geeignet und bieten zudem viele interessante Weiterbildungsmöglichkeiten. Erst jüngst wurden vom GKV drei Frauen mit dem Förderpreis Berufsbildung ausgezeichnet, die es unter die 10 bundesbesten Verfahrensmechaniker geschafft hatten.

Bild: Ralf Olsen (Bildquelle: pro-K)

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 63,7 Mrd. € und 323.000 Beschäftigten in 2.949 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

Pressekontakt

Ansprechpartner:
Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV)
Ralf Olsen Hauptgeschäftsführer pro-K
und zuständig für den Bereich
Bildungspolitik und Berufsbildung im GKV
Telefon +49 69 2 71 05-32
Fax +49 69 23 98 37
E-Mail: ralf.olsen@pro-kunststoff.de
Internet www.gkv.de