• Neue Preisrallye deutet sich an
  • Erste Anhebungen bei fast allen Sorten
  • Versorgungslage wird enger
  • Entwicklung der Rohstoffkosten treibt Notierungen im Dezember weiter

Im europäischen Markt für technische Thermoplaste scheint im November 2017 eine neue Preisrallye begonnen zu haben. Mal waren anziehende internationale Notierungen für Vor- und Zwischenprodukte der klassischen technischen Werkstoffe der Grund, mal eher nicht ausreichende Compoundier-Kapazitäten. Die Käufer wurden in vielen Bereichen deutlich nervös, erste Allokationen und Meldungen über steigende Preise in den Öl- und Raffineriestrecken veranlassten viele zu Sicherungskäufen – wenn sie denn überhaupt noch möglich waren. Die Preise für ABS gingen derweil wegen der stark gesunkenen SM-Notierung zurück, die PP-Compounds verharrten im Rollover.

Es deutet sich vor diesem Hintergrund ein ungewöhnlich „heißer" Dezember an. Hohe Forderungen stehen ohnehin bereits im Raum. Der zentrale Aromat Benzol hat nun auch in Europa auf den starken Sog aus Nordamerika und Asien reagiert. Die Referenz wurde um 145 EUR/t nach oben gezogen. Dieser Kostendrive bleibt nicht ohne Folgen für die Entschlossenheit der Anbieter, noch in diesem Jahresendmonat zumindest Teile der Forderungen einzuholen.

Die Nervosität der Käufer sowie in etlichen Segmenten auch die anhaltend gute Nachfrage aus den Endmärkten sorgen für ausreichendes Interesse. Zwar wird es natürlich durch die Feiertage zu leichten Beruhigungen kommen, aber das wird die Nachfrage nicht ausreichend genug dämpfen, um die Steigerungen zu verhindern. Auch ABS und PP-Compounds stehen im Auftrieb. Zudem bietet der Blick auf das erste Quartal keine Aussicht auf Entspannung, im Gegenteil sind weitere Steigerungen zu erwarten. Die Weltmärkte sind in zunehmendem Aufruhr.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € und 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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