• Zum Jahresausklang wenig Bewegung 
  • PMMA treibt weiter auf
  • Generaloffensive der Anbieter im Januar
  • Kosten drücken aufwärts / Anhebungen sehr wahrscheinlich

Wie abzusehen tat sich im europäischen Markt für technische Thermoplaste im Dezember 2016 relativ wenig. Die Anbieter waren bei den klassischen Konstruktionswerkstoffen überwiegend damit beschäftigt, Gräben auszuheben und Munition für die geplante Steigerungsrunde im ersten Quartal 2017 zurechtzulegen. Die meisten Verarbeiter zeigten sich davon unbeeindruckt und widmeten sich in aller Ruhe den Vorbereitungen auf die Festtage. Einzig bei PMMA wurden wieder Teile der Quartalsanhebungen eingepreist. Bei den commoditynahen Stoffen zeigte ABS klare Aufschläge, der extreme Aufschlag bei der Styrol-Referenz Dezember hinterließ Spuren. Bei den PP-Compounds dagegen waren Abschläge zu sehen. Auch hier war die Vorproduktbewegung entscheidend.

Nach dem Willen der Anbieter soll es im neuen Jahr vorbei sein mit der Ruhe. Für etliche Werkstoffe liegen Ankündigungen im gut dreistelligen Bereich vor. Die Generaloffensive ist wie üblich auf das Quartal gerichtet, wird aber wohl in vielen Fällen die regulären monatlichen Geschäfte in Distribution und Handel beeinflussen. Mit Anhebungen ist vor allem bei PC und den Polyamiden zu rechnen. PMMA steht ohnehin im Aufwind. Auch ABS wird durch weitere Kostensteigerungen abermals wohl auftreiben. Die Notierungen der PP-Compounds tendieren ebenfalls nach oben, die abzusehende Verteuerung der Standardwaren wird ihre Wirkung kaum verfehlen.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € und 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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