• Erosion bei Polyamiden hält an
  • Auch PC und PMMA leicht abwärts
  • Neues Jahr, neues Glück: Langfristig gebundene Abnehmer blasen zum Sturm auf zu hohe Notierungen

Die Erosionserscheinungen blieben dem europäischen Markt für technische Thermoplaste auch im Dezember 2015 treu. Allen voran sackten die PA 6-Qualitäten abermals ab. Die freien Compoundeure hatten durch den Verfall der Basispolymer-Preise weiterhin Spielraum für Nachlässe, die auf historische Tiefstände führen. Das zog auch die PA 6.6-Naturqualitäten mit sich, während die ausgerüsteten Qualitäten wegen längerer Bindungen und der Flammschutzmittel-Fragen stabil blieben. Beim PC arbeiteten sich die Abnehmer weiterhin an den hochstehenden Notierungen aus dem Frühjahr ab, und wieder wurden zumindest Teilerfolge eingefahren. Auch beim PMMA ging die Erosion weiter. Stabil blieben neben PBT und POM dagegen diesmal auch die commoditynahen ABS und PP-Compounds.

Die Preise der technischen Thermoplaste stehen zum Jahresbeginn weiter im Abwind, der sich zudem noch verstärkt. Etliche Abnehmer haben im Vorfeld des anstehenden „Super"-Quartalswechsels (Quartal, Halbjahr, Jahr) die Messer gewetzt. Die im Frühjahr 2015 hochgezogenen Notierungen etwa bei PC und PMMA, aber auch die trotz Preisverfalls in der Petrochemie festgezurrten Preise bei POM und PBT stehen nun im Fokus der Kunden mit längeren Bindungen. Die Polyamide schwächeln ohnehin, und PA 6 zieht das Geschwister PA 6.6 weiter in den Abgrund. Die Quartalskäufer fordern über das gesamte Portfolio der technischen Polymerwerkstoffe hinweg über die Kompensierung des Preisverfalls in den letzten Monaten hinaus zusätzlich vorausschauende Nachlässe. Das wird wiederum auch an den monatlichen Notierungen der freien regulären Geschäfte zerren.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € und 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland.

Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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